Bezirksverband Warburg



Schützen sollen Heimat mitgestalten



Vortrag beim Bruderschaftstag der Schützenbruderschaften:
„Engagement für die Heimat keine Nostalgie“


N a t i n g e n . (auwi) „Engagement für die Heimat - nur noch Nostalgie?“. Das war die Frage, die Horst-Dieter Krus, Heimatgebietsleiter für das Hochstift Paderborn, vor den Vorständen der Schützenbruderschaften des Bezirks Warburg zu beantworten suchte. Anlässlich des diesjährigen Bruderschaftstages der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften in Natingen sprach er hierzu in der Angerhalle vor den Delegierten der zwölf Schützenbruderschaften des Altkreises Warburg.

Heimat ist der Ort, wo man geboren ist, wo man aufgewachsen ist, wo man wohnt. Heimat bedeutet Vertrautheit mit den Menschen die dort wohnen; mit den Nachbarn und Freunden.

Heimat ist auch ein romantischer Sehnsuchtsbegriff. Er mündet oft in Filmen zu beobachtendem Heimatkitsch, der dem Wort Heimat einen eigenen, negativen Sinn gegeben hat, so Krus. Für viele ist Heimat eine rückständige Beengtheit, weshalb manche Leute die Weltoffenheit dagegensetzen. Was jedoch, wie Krus feststellt, nichts Gegensätzliches sein muss.

„Heimat ist Realität. Wir alle haben diesen Ort, den Wohnort. Den Ort, zu dem wir eine emotionale Beziehung haben. Der Ort, für den wir uns mitverantwortlich fühlen.“

Das gerade heute das Bewusstsein für die Heimat gestärkt werden muss, machte der Heimatgebietsleiter den Schützen deutlich. „Dabei wendet sich Krus gegen die Gleichmacherei und den Verlust der Identität. „Mich ärgert die Amerikanisierung der Gesellschaft, das „Denglisch“ im täglichen Wortgebrauch. Auch erleben wir die Auflösung sozialer Bindungen. Daran sind das Fernsehen, das Auto, die Jugendkultur und die Unterrichtung an auswärtigen Schulen schuld. Die städtische Lebensart beginnt um sich zu greifen und der Niedergang der Dörfer ist zu verzeichnen. Gaststätten, Postämter, Geschäfte, Handwerksbetriebe und Sparkassen ziehen sich aus dem Dorf zurück. Politische Selbständigkeit ging verloren. Wir müssen versuchen, der Aushöhlung der Dörfer entgegenzuwirken! Das Dorf, die Heimat ist der Ort, wo man mitgestalten kann.

Engagement für die Heimat ist keine Nostalgie. Ohne sie wächst die Bindungslosigkeit. Heimat ist in seiner besonderen Eigenheit und Kultur erhaltenswürdig. Jeder sollte dabei mitwirken. Die Frage „Was habe ich davon?“ ist die falsche Einstellung. Gerade die Jugend muss lernen, durch Engagement für die Dorfgemeinschaft mehr Lebensqualität und innere Zufriedenheit zu erlangen.“ ermunterte Horst-Dieter Krus besonders die jungen Schützenbrüder Verantwortung für ihren Ort zu übernehmen.

„Heimat ist Zukunft und verlangt Akteure, die Heimat gestalten!“ forderte Horst-Dieter Krus am Ende seines Vortrages die Schützen zum Handeln für die Heimat auf.

Heimatgebietsleiter des Hochstifts Paderborn, Horst-Dieter Krus Thema des diesjährigen Bruderschaftstages der Historischen Schützenbrüder in Natingen war „Engagement für die Heimat - nur noch Nostalgie?“. Der Heimatgebietsleiter des Hochstifts Paderborn, Horst-Dieter Krus aus Bellersen, stellte in einem Referat seine Gedanken hierzu den Schützenvorständen des Bezirks Warburg vor. Mit auf dem Foto Bezirksbundesmeister Gerd Schlüter (l.), Ralf Hake (r.) und Jürgen Muhs (2. v. r.) vom Bezirksvorstand.

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